Agility-Workshop Bielefeld 2006

 

Agility

 

 
08.08.-12.08.06
Agility Workshop
Bielefeld 2006
 
 
Hof Steffen in Bielefeld
 



Am Dienstag begann der Workshop für uns mit einer Einführung in das Mentaltraining. Gut zusammengefasst brachte Thomas auf den Punkt, wie man sich mit speziellem Training auf den Wettkampf vorbereiten kann. Eindrucksvoll demonstrierte er uns seine Technik sich den Verlauf des Parcours zu merken und die Bewegungsabläufe zu verinnerlichen.
Für jeden Agilitysportler der Turniere laufen will, ist es sicherlich unerlässlich sich speziell mit der Parcourbegehung zu beschäftigen und zu lernen reflexartig die richtigen Bewegungen im Parcour mit dem Hund abzurufen.

Nach dem Mentaltraining folgte zur "Auflockerung" Lauf- und Koordinationstraining mit Remo.
Er hat uns zum einen demonstriert das Aufwärmen in der Gruppe Spaß machen kann und das es sinnvoll ist agilityspezifische Bewegungen in einem Koordinationstrainng zu üben (ohne Hund!).

Für die Zukunft werde ich diese beiden Aspekte sicherlich in mein Trainng einfließen lassen und auch die anderen damit "nerven", weil ich davon überzeugt bin, daß in den meisten Fällen der Mensch der "schwächere" im Team ist und die Hunde zu höheren Leistungen im Stande wären, wenn wir unsere Nerven behalten würden...und das Gleichgewicht.

Am Mittwoch begann unser Agi-Training mit Ton.
Durch seine ruhige aufgeschlossene Art gab er uns einen guten Einstieg in die kommenden 4 Tage. Unsere Gruppe hatte auch Zeit sich zu beschnuppern. Ziemlich schnell gelangte Ton auch zu dem Knackpunkt bei Leeroy und mir.
Die "engen" Bögen nach den Hürden. Das Problem war mir bekannt, jedoch konnte ich bisher noch nicht die richtige Abhilfe schaffen. Ton gab mir einige Tips und ich konnte feststellen, daß sie funktionieren, wenn ich das richtige Timing habe. Leider, leider, leider bin ich immer noch oft zu früh oder zu spät in meiner Bewegung, so daß Löle die Hürde entweder nicht springt oder nach dem Sprung wieder einen zu großen Bogen läuft.
grrr...

Am Nachmittag hatten wir ein Training mit Sylvia.
Natürlich stellte sich auch auf ihren Sequenzen dasselbe Problem mit den "engen" Bögen ein.
Sie hatte genau die Sequenzen gewählt, an denen Löle & ich immer wieder mit diesem Problem konfrontiert werden.
Zusätzlich machte sie uns noch einmal bewusst, daß wir viel aktiver mit dem Hund arbeiten könnten um ihn auf den richtigen Weg zu bringen. Desweiteren müssen wir noch genauer planen, wo ein Vorsprung im Parcour sinnvoll ist.
Zum Abschluß gab sie mir noch eine spezielle Übung für das Training der "engen" Bögen mit auf den Weg.
Wir werden sie uns sicherlich erarbeiten und die "engen" Bögen an der Hürde & auf Distanz üben.
Ich denke, daß Leeroy und ich das sicherlich noch lernen werden, aber ich gebe uns dafür die nächsten 2 Jahre....und nicht nur die nächsten Monate.

Am Donnerstag durfte sich dann Philipp an uns austoben.
Leeroy und ich waren hoch motiviert, was jedoch dazu führte,
daß wir bei der ersten Sequenz am Tunnelende einen Zusammenstoß hatten. Leider trat ich Leeroy so unglücklich, daß wir eine Pause einlegen musste.
Mit hängender Rute schlichen wir erstmal vom Platz und gingen ein wenig spazieren um uns wieder zu fangen.
Zurück am Ring drehten wir erstmal eine Runde zum Spaß, während die anderen schon an der nächsten Sequenz arbeiteten.
Leeroy zeigte sich etwas gehemmt, aber lief wieder rund.
Philipp managte uns irgendwie dazwischen und wir konnten mit der Gruppe weiterarbeiten und die "versaute" Sequenz später nachholen.
Die überaus reizvollen Sequenzen hatten es in sich und beinhalteten genau das Maß an
"Oh, je...ob ich das schaffe!" und "Huch,... das klappt ja!".
Am Ende des Trainings meisterten wir auch die "Unfallstelle" und konnten das Training positiv abschließen.

Am Freitag hatte Jos das Vergnügen mit unserer Gruppe.
Da ich schon im letzten Jahr bei Jos trainiert hatte, war mir sein Training vertraut und wir fanden uns gut zurecht auf seinen Parcours.
Das Wetter war durchwachsen. Unsere Trainingsgruppe hatte jedoch das Glück immer im Sonnenschein oder zumindest im Trockenen zu laufen.
Danke, Petrus!!!

Am Freitag Abend beendeten wir den Tag mit einem Spiel.
Bei der Mannschaftsstaffette patzten wir 2 x im Parcour.
Es war trotzdem ein schöner Spaß und den Hunden tat die Atmosphäre und die Aufregung am Rand des Ringes gut (und den Menschen sowieso!).

Am Samstag durften wir dann zunächst mit Remo trainieren.
Und...Schokolade tut definitiv besser als Liegestütze!!! Bleib dabei, Remo!
Remos Sequenzen hatten es ebenfalls in sich. Seine Laufwege waren interessant, sicher und schnell.
Leeroy und ich kamen gut durch und durften Remo auch "unsere" Wege zeigen.
Es war ein guter Austausch und hat richtig Spaß gemacht.
Remo hat uns ausführlich in die Bewegungen eingewiesen, so daß die Fehlerquote gering ausfiel. Seine motivierende Art und Weise hat uns gepusht und wir gingen überaus glücklich vom Platz.

Das letzte Trainng des Workshops hatten wir mit Thomas.
Er verlangte noch einmal volle Konzentration & Einsatz und wir waren gut motiviert zum Abschluß noch einmal alles zu geben.
Leider verstrickte ich mich direkt am Anfang an einer "Angststelle".
Die Angst, Leeroy beim "blinden"Wechsel noch einmal zu treten, saß einfach noch zu tief, so daß ich total blockiert war für die Sequenz. Thomas merkte das sofort. Leeroy merkte ebenfalls, daß ich nicht mehr locker war. Er bellte nicht am Start und blieb nicht sitzen. Als er dann zusätzlich noch anfing Geräten auszuweichen, knickte ich innerlich ein und musste mich ziemlich zusammenreißen.
Gott sei dank gibt es ja "Ente"... Das ist enten Ente
"Ente" sorgte dann für bessere Stimmung und wir fingen uns beide wieder.
Leeroy bellte wieder am Start und blieb auch sitzen.
Ich konnte mich dann wieder auf das Wesentliche konzentrieren.
Nämlich.....Spaß haben .... und laufen wie der Teufel.
Die nächsten Sequenzen beinhalteten zu meiner Beruhigung keine "Angststellen".
Natürlich bemängelte auch Thomas die fehlenden "engen" Bögen und hatte noch einige Tipps parat.
Stichwort: "mit der Geschwindigkeit zwischen den Geräten bewusst arbeiten. Regulieren. Richtig time-en."

Ja,ja....ich werde daran arbeiten.
Es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen,oder?
Und der Hund ist gerade mal 2 Jahre alt !!!

Fazit:
Vielen Dank, allen Trainern,
die sich 6 und mehr Stunden pro Tag an uns bemüht haben,
egal bei welchem Wetter.
Jeder, der selbst Trainer ist,
weiß wie anstrengend es ist, sich auf jedes Team neu einzustellen
und ihnen alles zu geben.
Das habt Ihr getan und zwar verdammt gut.
Ich hoffe wir können es Euch irgendwann
mit guten Fortschritten und Erfolgen danken.

Liebe Grüße
an alle Teams der Gruppe 5
....ich will "mehr" von Euch sehen und
wünsche Euch viel Glück auf Eurem weiteren Weg
und hoffe auf ein Wiedersehen bei einem der großen Ereignisse !!!
(Das mit dem Gruppenfoto haben wir ja noch super hingekriegt,oder?)
Workshop Bielefeld

Mein persönliches Fazit:
Wir sind schon gut unterwegs, aber noch lange nicht am Ziel
und es gibt noch viel, viel, viel was wir uns "draufschaffen" müssen.
(Das war/ist mir bewusst, deshalb werden wir weiter arbeiten!).

Wir haben neue Trainingsideen und werden intensiv
an unseren Schwächen arbeiten.

I-C-H
kann neben dem Training mit dem Hund
noch ganz viel mehr (ohne Hund) arbeiten.
(Aber...wer erklärt den Monstern,
daß Frauchen jetzt alleine durch den Parcour fegen will?)

und...
eine schwere Zerrung im rechten Oberschenkel
(....macht uns erstmal für 4 Wochen
turnier- und trainingslahm)
lässt uns Zeit zum Erholen und Nachdenken
über die nächsten Trainingsstunden.

Vielleicht bis 2007 !!!