WM-Qualifikationen 2007

 

 


Ergebnisse unter "Leeroys Turnier-Tagebuch"

Leeroy bei der WM-Quali
Leeroy nach seinem ersten Quali-Wochenende...wir warten auf die Siegerehrung
und Löle hat (wie vor 2 Jahren schon versprochen) sein Halstuch angelegt.

 

Frauke und Leeroy
Leeroy nach den Qualis

Leeroy mit Frauke...unserem "Roadie"
....Danke für Deine Unterstützung !!!
Zur "Belohnung" durfte Löle nach dem Wettkampf nach Herzenslust "buddeln" beim Spaziergang.


Die folgenden Aktion-Fotos von Leeroy
wurden uns freundlicherweise von
http://thelifeofjacky.th.funpic.de
zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an Britta!

Lö fliegt über die WandLö fliegt über die WandLö fliegt über die Wand
Bericht zum ersten WM-Quali-Wochenende 1. und 2. Lauf 2007
Lö fliegt von der Wippe abLö fliegt von der Wippe ab17.03.07__Samstag Lö fliegt von der Wippe abLö fliegt von der Wippe ab
A-Lauf

Da war er also da, der Tag unserer ersten WM-Quali.
Er fühlte sich gar nicht so besonders an.
Außer der Tatsache, daß ich –gefühlt- die ganze Nacht nicht geschlafen hatte
und zudem ständig den Wecker kontrollierte, um auch ja nicht zu verschlafen,
hatte Leeroy die Nacht friedlich schlummernd in seiner Box verbracht.

Der ahnungslose kleine Wicht.

Auch am Morgen war er nicht davon zu überzeugen, dass heute ein besonderer Tag sei, egal wie sehr ich ihn verrückt machte, weil wir zur WM-Quali fahren würden.

In der Reithalle angekommen, suchten wir uns erst mal ein schönes Plätzchen und warteten auf die Dinge, die uns bevorstanden.

Zunächst durften die Large- und Medium-Hunde in den Parcour und Leeroy konnte sich warm eingepackt bis zum Mittag noch ausruhen.
Nachdem ich mir „unseren“ A-Parcour angeschaut hatte blieb mir noch genug Zeit zur Vorbereitung.

Sichtlich eingeschüchtert, durch die strengen Vorgaben, wie man sich bei WM-Qualis im Vorbereitungsring zu verhalten hatte, musste ich feststellen, dass irgendwie nicht so wirklich ein Vorbereitungsring vorhanden war.
Alle um uns herum benahmen sich wie bei jedem anderen Turnier auch.
Also...durfte ENTE raus und Leeroy spielte sich erst mal warm.

Nachdem die Generalprobe bei unserem ersten Turnier dieser Saison vor 2 Wochen mit zwei Disqualifikationen „gut“ verlaufen war (Generalproben müssen ja in die Hose gehen!)...war ich gespannt, wie Leeroy sich bei diesem Turnier zeigen würde.
Das dass gleich die WM-Quali sein musste war schlecht geplant, aber nun auch nicht mehr zu ändern.
Wir hatten auch im Winter trainiert, aber für Löle sind Turniere immer noch etwas besonderes und herrlich aufregendes.

Zu meiner eigenen Überraschung, sehr entspannt, gingen wir an den Start zum 1.Lauf.

Leeroy stand ruhig an meiner Seite...
war das die Ruhe vor dem Sturm?

Ich setzte ihn ab und begab mich zu meiner Startposition.

Er bellte.

Vermutlich war ich etwas zu unsicher oder zu langsam unterwegs,
denn er legt einen leichten Frühstart hin, als ich mich an meiner Startposition umdrehte.
„Jetzt geht’s tatsächlich los!“

Die erste Gerade aus 3 Sprüngen nahm er mit vollem Galopp.
Die Kurve zur Mauer brachten wir auch noch hervorragend zu Stande,
aber kurz vor der Mauer brach Raketen-Löle aus, als wäre seine Sicherung durchgebrannt.

„Oh, ein Laufsteg....oh, ein Tunnel...
aber was zum Henker soll ich mit dem weißen Klotz?
Etwa drüber springen?
Lächerlich!
Ich nehm’ lieber was anderes.“

Er nahm die Mauer nicht an und drehte eine Runde um das Gerät.

Ich...*schwitz*
sichtlich bemüht, Bodenlenkraketenlöle wieder unter Kontrolle zu bringen
konnte uns gerade noch retten.

(„Man“ hat ja mittlerweile Übung in diesen Aktionen!)

Ich machte mir noch keine großen Sorgen.

So was kann ja mal passieren.

Sein zweiter Vorname ist halt „Mr. Unberechenbar-Kreativ“.

Und er ist halt immer noch ein „Kleiner“, mein Kleiner.
Deshalb kann ich ihm diese Ausbrüche gut verzeihen...dieses Jahr noch!

Nachdem Leeroy sich dann doch entschlossen hatte,
das lächerliche Gerät, was ich als Mauer bezeichnete, zu überspringen,
waren wir wieder auf dem Parcour.

Vielleicht wollte er auch nur mal eine Runde in die Zuschauer winken
Oder es hat ihn vielleicht ein Floh gebissen,
jedenfalls zeigte er mal wieder, dass ich mir schon was einfallen lassen musste,
um ihn in der Spur zu halten.

Wir flogen weiter über den Doppelsprung und weil kleine Papillons bekanntlich schneller fliegen, als manch einer laufen kann,
hatte er schon nach dem Doppelsprung wieder einen halben Meter Vorsprung.

(Rakete...nicht vergessen!!!)

Ich...
steckte vermutlich irgendwie zu lange im Sand fest und
versuchte nur noch mit dem Gegenarm ihn über den Weitsprung zu drücken,
aber da war er schon abgebogen und drum herum gelaufen und tanzte herum.

„Was jetzt?... Was jetzt?“
Ehe ich eine Rettungsaktion starten konnte und meine Füße und Arme sortiert kriegte, kam Löle schon über den Weitsprung zurückgehüpft und
wir waren disqualifiziert.

Na super!

Der Parcour war wirklich nicht schwer gewesen
und wir benahmen uns wie die absoluten Anfänger.

Sind wir ja auch!!! ;o))

Ich holte Chaoten-Löle zu mir ran.

Er hüpfte immer noch wie ein durchgeknalltes Duracell-Häschen um mich herum
und ich stoppte ihn erst mal komplett.

Wir diskutierten kurz über unsere missliche Lage:

„Hallo!
Jemand auf Empfang da unten?
Kannst DU mal B-I-T-T-E aufpassen!!!“

Die Antwort kam natürlich promt:

„Ja, I-C-H bin schon lange hier,
aber könntest DU mal anfangen zu laufen?“

Zähneknirschend setzte ich unser Team wieder in Gang
und dann lief es auf einmal gut.

Nach dem Weitsprung –diesmal in richtiger Flugrichtung- bogen wir ab
in den Sacktunnel, Slalomeingang, 100°, perfekt, Wippe, weg, Sprung, zu mir, Wand, Tunnel ...etc. etc...

Beide auf high-speed-„Dubbing“ fehlerfrei durch den Rest des Parcours.

Aber das nutze ja dann auch nichts mehr.

Leeroy bekam nach dem Lauf trotzdem seinen Keks und
er trug auch ENTE nach Hause.

Keine Diskussionen mehr.

Ich hätte von Anfang an da sein sollen.
Während ich mir Gedanken darüber machte, dass es ja nun mal eine
WM-Quali ist, die wir da laufen,
war es für ihn nur irgendein Turnier und vermutlich hat er nicht verstanden,
warum wir nicht über den Platz sausen wie sonst auch.

Ich nahm mir also vor, beim nächsten Lauf wieder zum altbekannten Spektakel
am Start zurückzukehren
(und evtl. Diskussionen über die „Teamleitung“ schon vorher mit ihm zu führen!)
;o)

Lö fliegt über die WandLö fliegt über die WandLö fliegt über die Wand
17.03.07, Samstag
Jumping

Wie beschlossen, versuchte ich bereits am Start, die Leitung zu übernehmen.

Ich setzte Leeroy ab und direkt unter Hochspannung.

„Ich bin der Chef!
Paß auf!“

Es fühlt sich etwa so an, wie wenn man einen Flitzebogen spannt.

Man spürt förmlich den Druck
und die Spannung des Bogens in den Fingerspitzen
und weiß,
wenn man los lässt, bevor man gezielt hat,
dann landet der Pfeil im Nirwana.

-Also....bloß kein Nirwana jetzt!-

Löle voll aufgezogen,...
wie diese kleinen, roten Flitzeautos.

„Paß auf!“

„Paß auf!“

Gott sei dank musste ich bis zu meinem Startpunkt,
nur hinter die erste Hürde gehen.
Es bestand kaum ein Risiko das wir den Lauf durch einen Frühstart
versemmeln würden.

Ich schoss den Pfeil ab
und
Leeroy schoss los.

Obwohl ich richtig gezielt hatte,
bog Leeroy am dritten Sprung in die falsche Richtung ab.

-Navi kaputt?-

Ich setzte eine sofortige Rettungsaktion in Gang
und hechtete hinter Leeroy her.
Weil die Sequenz mit einem Sprung und dem Weitsprung im Slalom enden sollte, musste ich zweimal ungeplant hinter Leeroy kreuzen damit wir uns keine Verweigerung am Slalomeingang einfangen würden.
Mit diesem kreuzstichtechnischen Eiertanz schaffte Leeroy
Dann eine Punktlandung im richtigen Slalomtor....
...wir waren gerettet.

Erstmal!!!!

Die nachfolgenden Passagen durchquerten wir wie die Geisteskranken.

Zum Ende des Parcours kamen wir auf die 3-er Sprungkombination (A, B, C).
Seit diesem Jahr wird diese in Gerader Linie aufgestellt und
für die small-Hunde besteht einen Abstand von 2 Metern zwischen den Sprüngen.

In weiser Voraussicht , hatten wir schon an dieser Kombination im Training gearbeitet und Leeroy hatte bisher mit seiner eleganten Flummi-Technik

(Hüpf, Hüpf, Hüpf...ohne Zwischengaloppsprung)

keine Probleme mit der neuen Anforderung.

In diesem Lauf aber wollte er...-warum auch immer-
mal wieder einen „Leeroy-Spezial“ zeigen.

Nach der zweiten Landung in der Kombination, schaffte er es,
in fantastischer Geschwindigkeit,
einen hasenartiger Haken zu schlagen
und vor dem C. Sprung,
mit einem flick-flack-Schlenker um den Ausleger herum
abzubiegen.

Verweigerung am dritten Sprung!

So was hab ich noch nicht gesehen....
und ich hab mir das Video von diesem Lauf jetzt schon X-mal angeschaut,
aber er hat’s tatsächlich getan.

Ich weiß nicht,
was ihn auf diese irre Idee gebracht hat oder
ob er nur zeigen wollte, dass er so was hinkriegt...

Jedenfalls bedeutete es, dass wir die Kombination nochmals bei A. beginnen mussten.

Ich bucksierte ihn zurück und er zeigte dann doch noch die vollständige Flummi-Kombination.

(Und...nachdem ich bisher noch nach dem passenden Signalwort für dieses „Gerät“ gesucht habe....weiß ich jetzt, wie ich es am besten bezeichnen sollte:
- FLUMMI -)

Mit der Verweigerung für den „Special“, kam wir ins Ziel
und ich wünschte mir wieder einmal, Leeroy könnte mir erklären,
warum er dieses i-Tüpfelchen noch einbauen musste.
Er hat’s mir natürlich nicht verraten.

„Das geht dich gar nichts an.
Du machst auch 1000 Sachen, die ich nicht kapier!“

Und mein Fazit daraus ist:
Löle kann nicht nur
hüpfen wie ein Häschen,
sondern er benimmt sich auch gern wie ein Überraschungs-Ei
...Spiel,... Spaß,.... Spannung...
...und man weiß nie, was dabei rauskommt.


Leeroy & Ich
Wir beide...müde und glücklich nach den ersten zwei Qualifikationstagen.

Schmockie:
Leeroy DreckspatzLeeroy super-Dreckspatz