NEMO & AGILITY
 
Nemo & Agility

 

 

Nemo

Nemos "Agilitykarriere" war lang ...
...und doch viel zu kurz.
Nachdem ich ihn im Juli 2000 aus dem Tierheim geholt hatte begannen wir auf einem Hundeplatz zu trainieren. In unserem ersten Verein gab es kein Agility und wir verbrachten unsere Zeit dort zunächst mit Unterordnungsübungen.
Wir übten für die Begleithundprüfung und der Verein hatte auch in Aussicht gestellt, daß bald Agility angeboten würde.
Also wurden wir im Jahre 2001 Mitglied in diesem Verein.
Bereits im Oktober 2000 belegten wir parallel zu der Unterordnung in einem anderen Verein einen Agility-Anfänger-Kurs.
Wir trainierten das ganze Jahr 2001 in dem anderen Verein Agility und da nichts daraus wurde, daß eine Agilityabteilung in unserem Verein entstand, wechselten wir im Jahr 2002 in den anderen Verein.
Im Oktober 2001 (glaub ich!), machten wir unser 1. Agility-Fun-Turnier in Bonn.
Mit ca. 8-10 Verweigerungen "kämpften" wir uns durch den Parcour.
Nemo hatte vor all den Menschen Angst und lief zunächst immer um eine Hürde herum und schaute dabei in der Gegend herum. Dann kam er wieder zu mir und sprang über die Hürde. An der nächsten Hürde dasselbe Spielchen.
Ich motivierte ihn während der ganzen Zeit im Parcour und war nach dem Lauf trotzdem überaus stolz, daß er überhaupt etwas gemacht hatte und nicht ins Zelt geflüchtet war oder sich gänzlich verweigert hatte. Er musste halt erstmal schauen, was da um ihn herum alles passiert und konnte sich erst dann auf die Geräte konzentrieren.
Es war schon im Training offensichtlich geworden, daß Nemo zwar alle Geräte (mit Ausnahme des Slaloms und der Wippe) konnte und wir auch einen Parcour laufen konnten, aber sobald ein paar mehr Leute am Zaun oder auf dem Trainingsplatz standen war es vorbei mit dem Spaß für ihn und er konnte sich nicht mehr konzentrieren, sondern musste Ausschau halten, wer da stand. Wenn Männer in der Nähe waren oder sich am Zaun unterhielten, dann war es meist ganz vorbei und er machte keinen einzigen Sprung mehr.
Diese "Panik" vor Menschen ( insbesondere vor Männern) begleitet ihn noch heute. Ich weiß nicht, wer oder was ihm in seiner "Welpenzeit" zugestoßen ist, aber es hat ihn für sein ganzes Leben geprägt.
Ich wusste, daß meine einzige Chance mit Nemo Agility zu machen darin bestand, viel Spaß beim Training zu haben und ihn immer ausgiebigst zu loben.
Parallel dazu wollte ich ihn immer wieder in diese "Turniersituation" bringen und hoffte, daß er sich daran gewöhnen würde.
Wir durften die A0 melden.
In den nächsten zwei A0-Turnieren hatte Nemo sich schon soweit an die Situationen gewöhnt, daß wir von 8 auf 6 Verweigerungen herunter kamen. Egal, wie "übel" diese Läufe für Außenstehende ausgesehen haben mussten, ich wusste, daß wir mit jedem Lauf einen weiteren Schritt nach vorne gemacht hatten. Ich war trotz der Disqualifikationen glücklich und stolz, wenn wir wieder einen Lauf gemeistert und Nemo seine Ängste überwunden hatte.
Es waren so banale Sachen, wie zum Beispiel eine Verweigerung beim Laufsteg, die er machte, weil der Steg zu nah an den Zelten stand. Er versuchte Abstand zu den Leuten zu gewinnen und konnte deshalb nicht auf den Laufsteg gehen. Wenn ich es dann schaffte, ihm gut zuzureden und er schließlich doch auf den Laufsteg ging, dann war das für uns der größte Erfolg des Tages, egal wie der Rest des Parcours verlief.
Es war ein Erfolg, wenn er den Reifen als "Startsprung" nahm oder ich ihn über eine Hürde abrufen konnte.
Nemo im Reifen
Ich war immer begeistert von Nemo und der Rest des Parcours war unwichtig, wenn wir nur eine unserer "Angstsituationen" bewältigt hatten.
Ich erinnere mich an viele dieser kleinen Augenblicke, als hätten wir gerade erst den Parcour verlassen...sie waren so bedeutend für mich... für uns.
Manchmal würde ich Nemo gern fragen, ob er sich auch noch daran erinnern kann.

Ich war immer davon überzeugt, daß er sich weiter steigern könnte und wir in den weiteren A0-Turnieren sicherlich irgendwann einmal durchkommen würden.
Wir brauchten nur etwas Zeit, Übung und Geduld...und natürlich jedesmal eine dicke Portion Leckerchen im Ziel.

Leider wurden wir "ausgebremst".

Die Begleithundprüfung legten wir im November 2001 ab.
Da Nemo nicht alle Geräte konnte, insbesondere Wippe und Slalom durften wir keine A0 mehr melden.

Nemo hatte viele erreicht, aber vor der Wippe hatte er richtig Angst.
Mit der Wippe war es noch viel schlimmer, als nur gegen Ablenkungen durch Menschen zu kämpfen. Er weigerte sich auf die Wippe zu steigen. Für ihn gab es keinen vernünftigen Grund, sich freiwillig "in Gefahr" zu begeben, auf ein Ding, daß sich unter ihm bewegt. Für einen Hund eine sehr vernünftige Einstellung, aber leider gibt es nunmal eine Wippe im Agility.
Im Training wurde sie viel zu selten aufgebaut und wenn sie verfügbar war, musste Nemo darauf stehen und die Wippe wurde hin und her gekippt. Das machte seine Panik nur noch schlimmer. Nach jeder Übung an der Wippe mied er schließlich auch den Laufsteg, denn alle schmalen Bretter wurden ihm unheimlich.

Nemo steigt noch heute nicht auf "Dinge", die sich unter ihm bewegen bzw. wackeln.
(Nur, wenn ich ihm gut zurede und bei ihm bin, macht er es. Aber sicher nur mir zu liebe, davon bin ich überzeugt, denn er sieht keinen Sinn darin.)

Die A-Wand unterschied er Gott sei dank von den anderen beiden Kontaktzonengeräten und die Wand liebte er bis zu letzt.

Nach vielen Diskussionen, in denen ich versuchte im Agility weiter zu kommen und zu erklären, daß es wichtig für unsere Entwicklung war, daß wir in der A0 "Turnieratmosphäre" schnuppern und das wir intensiv, aber anders, an der Wippe und dem Slalom trainieren müssten und
nachdem diese Diskussionen entartet waren, verließ ich im Frühjar 2002 den Verein.

Im Sommer 2002 fanden wir einen anderen Verein und eine nette Truppe wo wir herzlich aufgenommen wurden. Wir trainierten weiter, ohne an Turnieren teilnehmen zu können.

Im Winter wurde das Training dort vorübergehend eingestellt und ich entdeckte durch Zufall eine Agility-Arbeitsgemeinschaft, mit Trainingshalle für den Winter.
Dort konnte ich im Winter 2002 erstmals Kontakte knüpfen und mit trainieren (und mir bei erfahrenen Leuten etwas abgucken.)
Nemo beim Agility
Danke Brigitte T., Gisela, Antje, Annette, Anja, Ramona, Brigitte A. und allen, die von Anfang an dabei waren und von denen ich lernen konnte oder die mir stets geholfen haben, wenn ich nicht weiter wusste.
Insbesondere natürlich Brigitte T.:
" Von Dir hab' ich mir viel abgeguckt (auch wenn Du es viellciht gar nicht weißt! ;o) und Danke, für die Möglichkeit "frei" trainieren zu dürfen."
Nemo
Endlich konnte ich mein "Lerntempo" mit Nemo selbst bestimmen und es wurde IMMER die Wippe aufgebaut, wenn wir es wollten.
Auch alle anderen Geräte wurden so eingestellt, wie wir es brauchten und Nemo machte deshalb erstaunliche Fortschritte.

Im ersten Winter habe ich mir immer fast alle Trainingseinheiten der anderen angeschaut und dann versucht mit Nemo (und damals auch mit Faye) die Sequenzen nachzuarbeiten. Ich hab' versucht meine Hunde auch so zu motivieren, wie die anderen es taten.
Nemo blühte auf und der Slalom besserte sich schnell. Auch wurde er immer selbstsicherer und motivierter im Training. Ich schaffte es sogar, daß er mich am Start vor Spannung und Freude anbellte.

Die Wippe blieb aber unser absoluter Knackpunkt.

Wir trainierten den Winter 2002/2003 und den ganzen Sommer 2003 ohne an einem Turnier teilnehmen zu können. Ich konnte Nemo über jeden Parcour fehlerfrei führen. Auf einem Fun-Turnier im Sommer 2003 war die Besserung auch nach außen schon sichtbar und wir gewannen unseren ersten Preis.
Im Winter 2003 wurden wir im CfBrH aufgenommen und hatten somit wieder die Möglichkeit an Turnieren teilzunehmen.
Im Frühjahr 2004 starteten wir nochmals auf dem Fun-Turnier und meldeten uns dann für richtige Turniere an.

Nemo hatte mittlerweile soviel Trieb aufgebaut, daß er die Turnieratmosphäre verkraftete. Er wollte Agility machen und er liebte alle Geräte... bis auf die Wippe, die er zwar machte, aber zunächst 2-3 Mal verweigerte oder in der Mitte wieder absprang, bevor sie kippte.
Im Mai 2004 machten wir unser erstes Wochenseminar in Oberammergau bei Jos Thines.
Dort lernten wir vor allem führtechnisch noch eine Menge dazu und probierten Neues aus.
Der Slalom war fast perfekt und die Wippe...
...nun...
...wenn ich sie festhielt und langsam nach unten kippte und Nemo sie nicht zurückkippen konnte, weil er beim ersten Kippen einen Schritt zurück machte oder er sich weigerte über den Kipppunkt zu gehen, dann schafften wir sie mit Mühe und Not.
Aber er sah nicht wirklich glücklich dabei aus (und ich war es auch nicht!)

Am Besten funktionierte sie noch mit wohlriechender Hunde-Salami und ich konnte ihn bis über den Kipppunkt ziehen. Das machte ihm die Wippe zwar etwas schmackhafter aber er wollte sie immer noch lieber verweigern oder zumindest NICHT kippen.

Am Ende des Seminars wurde die Wippe vom Kommando "Wippe" umgetauft in

BIFI-BIFI

...welches noch heute mein Komando für die Wippe ist (auch bei Leeroy!).

Mit diesem neuen "Schlachtruf" und natürlich der Salami in der Hand schafften wir die Wippe im Training immer besser.
Ich war mir aber nicht sicher, ob daß für ein Turnier ausreichen würde. Vor allem, wenn ich keine Salami in der Hand halten würde.
Nach dem Seminar wieder zu Hause angekommen bat ich meinen Vater mir eine Wippe zu konstruieren. Ich hoffte mit einer höhenverstellbaren Wippe im Garten mit Nemo noch mehr Sicherheit und Spaß an diesem Gerät zu bekommen.

Letztendlich haben diese Übungen zu Hause, in unserem Garten, Nemo zum wirklichen "Durchbruch" an der Wippe verholfen. Er macht sie noch heute vorsichtig, aber er will sie kippen und er will...weiter nach vorne arbeiten. Man kann schon fast sagen, daß er Spaß daran hat, dieses "blöde" Ding zu bezwingen und das er sich jedesmal freut, wenn er es geschafft hat.

Unsere eigene Wippe im Garten stellte ich so niedrig ein, daß wir zusammen erforschen konnten, wie das denn nun funtioniert mit dem kippen und vor allem, daß sie sofort unten ankommt, wenn sie kippt. Der Kipp-Weg war viel kürzer als bei einer Turnierwippe.
Nemo lernte, daß es besser ist nach vorne zu gehen, weil die Wippe dann schneller unten ankommt und nicht so beängstigend hin und her kippt.
Er gewöhnte es sich ab, beim ersten Kippen einen Schritt nach hinten zu machen und war zusehends erleichtert, wenn er es schaffte, daß die Wippe schnell unten ankam.
Natürlich nicht zu schnell!!! Darauf hat er immer geachtet.
Aber er lernte, daß es vorbei ist, wenn er nach vorne arbeitet und die Wippe unten zum stehen kommt und er dann wieder in Sicherheit ist.
Dasselbe übten wir dann auf jeder höheren Einstellung der Wippe.
Letztendlich hatten wir unsere Wippe sogar höher eingestellt, als das Turniergerät, aber Nemo kippte sie (langsam!) nach unten und war stolz und erleichtert, wenn er es mal wieder geschafft hatte.
Schon nach ein paar Wochen (ich glaube es waren 3 Wochen in denen wir fast täglich ein bischen geübt haben) war er Meister der
BIFI-BIFI
und hatte sogar etwas Spaß daran gefunden (und ich erst!).
Vielleicht lag es aber auch an den ausgiebiegen und vielen Belohnungen für die Mutprobe "Wippe".

Endlich...

...meldeten wir uns für unser erstes A1 Turnier an.
Die Siegerprüfung des CfBrH am 17.07.04 in Solingen.

Nemo wurde mit 2 fehlerfreien Läufen Clubsieger der A1 Large 2004.
Es war der Wahnsinn, denn er legte zwei super sichere Läufe dahin und wir beide bestanden aus Adrenalin & Glückshormonen. ;O))))

Als Pokale wurden selbstgebastelte Agilitygeräte ausgegeben.
Wir durften uns einen aussuchen und es standen eine Hürde,
ein Reifen und eine Wippe zur Auswahl.

Nun...ihr könnt Euch denken, was wir uns ausgesucht haben. ;o)))

Dieser Pokal war der wohl bedeutenste...neben den vielen anderen Trophäen, die Nemo bis zum Herbst 2005 erlangt hat.

Es machte mich jedesmal unendlich stolz, wenn ich an seiner Seite nach vorne zur Siegerehrung durfte.
Ich weiß, daß ihm die Pokale ziemlich schnuppe waren, aber er freute sich immer, wenn ich mich nach einem Lauf gefreut habe. Ich möchte mal behaupten, daß er Spaß daran hatte, mir eine Freude zu bereiten und wir haben uns gegenseitig immer gut hochgepuscht.
Er hatte immer einen Ausdruck auf dem Gesicht als wollte er sagen:
"Wenn's Dir so einen Spaß macht, dann können wir nochmal einen Parcour laufen!"

Ich glaube, wenn ich diesen Sport nicht so wahnsinnig lieben würde und soviel Spaß im Training gehabt hätte, dann wäre Nemo niemals ein so toller Agilityhund geworden und hätte sich nicht soviele Erfolge gehabt.

 
Nemos Agility-Turnier-Tagebuch
Datum
Ort
Klasse
Fehler
Verw.
m/s
Platz
Notizen zum Lauf
17.07.04 Solingen A1 0 0   4./49 unser erster "Nuller"
  Siegerprüfung
2004
J1 0 0     Die Platzierung weiß ich nicht mehr...aber Nemo wurde Clubsieger A1 Large
15.08.04 Heessen A1 0 0   1./40 unser erstes Aufstiegs V0
21.08.04 Menden-Dahlsen A1 0 1   4./31 Verweigerung am Slalomeingang, ich war noch unerfahren in Timing & Position
    J1 0 0   3./31  
22.08.04 Menden-Dahlsen A1 1 1   13./40 es war naß, Nemo ruschte vor dem Absprung. Das waren die einzigen Gründe, warum er eine Stange schmiß. Eine Verw. am Slalomeingang .
    J1 0 0   1./38  
18.09.04 Wickede (Ruhr) A1 0 0   1./39 unser 2. Aufstiegs V0
26.09.04 Oestrich J1 0 0 4,10 2./24  
    A1       Dis. muß ein Dis. gewesen sein, weil nichts eingetragen ist...ups!
03.10.04 Hostedde-Grevel A1 0 1 2,83 7./34 mal wieder eine Verw. am Slalom
    J1 0 0 3,93 2./34  
15.10.04

Westfalenhalle
Dortmund

A1 0 2   13./20 Zweimal den Slalomeingang verpasst. Aber ein Traum wurde wahr. Einmal mit Nemo in der Westfalenhalle laufen...wie bei einer "WM" und er hatte kaum Angst (nur ein bischen auf der Wippe!) und hat es super-super toll gemacht.
Das war das Jahr 2004.
Wir hatten unglaubliche Läufe und ich bin jedesmal geplatzt vor Freude.
Wir hatten es geschafft und konnten endlich Wettkämpfe laufen und das mit so guten Ergebnissen.
Wir übten im Winter 2004 weiter bzw. ich übte weiter meine richtige Position am Slalomeingang zu finden und unser Kommando "BIFI-BIFI" sorgte des öfteren für Erheiterung bei den Zuschauern.
"Wenn ihr wüsstet, wie lange ich an diesem Gerät gearbeitet hab'!!! "
Den Traum von einem Start in der Westfalenhalle hatte ich mir erfüllen können.
Es war etwas ganz besonderes für Nemo & mich dort zu starten.
Für das Jahr 2005 hatten wir uns einen Aufstieg in die A2 vorgenommen.
Mein zweiter großer Traum war, es mit Nemo bis in die A3 zu schaffen und
natürlich träumte ich von einem "großen" Turnier, wie dem AWC-Finale oder der EO. Leider werden dies Träume bleiben.

Das Jahr 2005 war jedoch wunderbar und wir wurden mit jedem Lauf schneller:
10.04.05
Wickede-Asseln
A1
1
0
8./35
Das war das einzige Mal, wo ich Nemo in einer Sprungkombination davon gelaufen bin und er deshalb eine Stange gerissen hat.
J1
0
0
5./34
16.05.05
Gevelsberg
A1
0
1
3,52
7./37
vermutlich nochmal Slalomeingang
J1
1
0
3,91
9./38
11.06.05
Köln-Mülheim
A1
0
0
2./32
Yippieh!!! Wir stiegen in die A2 auf und konnten die Siegeprüfung des CfBrH in der A2 laufen!!!
J1
0
0
5./32
02.07.05
CfBrH Solingen
A2
0
0
2./14
unser erstes Aufstiegs V0
J2
1
1
8./14
Zeitfehler 5,35
Da muß ich erstmal auf dem Video nachschauen, was wir da gemacht haben.
09.07.05

CfBrH Gelsenkirchen
Siegerprüfung
2005

A2
0
1
7./15

Der Jumping ist leider nicht eingetragen, da muß ich auch nochmal auf das Video schauen.
Aber wir wurden Clubsieger A2 large !!!

23.07.05
Hohenlimburg
A2
0
2
6./11
J2
0
0
2./11
31.07.05
Essen-Kupf.
A2
0
0
1./9
unser zweites Aufstiegs V0
J2

Dis.

unser erstes Dis. im Jumping
07.08.05
Heiligenhaus
A2
0
0
3./15
Yippieh!!! Wir sind in die A3 aufgestiegen. Wer hätte das gedacht.
20.08.05
Menden-Dahlsen
A3
Dis.
Wir waren wohl noch perplex vom Aufstieg! ;o)
J3
0
0
8./20
Zeitfehler 4,46
27.08.05
Wiehl
A3
0
1
9./12
Zeitfehler 3,42
04.09.05
Bochum-Sü.w.
A3
Dis.
J3
0
1
7./17
Zeitfehler 7,03
17.09.05
HSF Hagen
A3
0
0
2./14
18.09.05
Oestrich
A3
1
0
3,85
4,/11
J3
0
0
4,19
2./11
24.09.05
HF Menden
A3
0
0
3,86
3./17
J3
0
0
4,59
7./17
01.10.05
Hostedde
A3
1
0
6./14
J3
0
0
1./14


Nach 7 Turnieren in der A3 mussten Nemo und ich unsere Agi-Karriere im Winter 2005/2006 an den Nagel hängen. Nemo war zu diesem Zeitpunkt gerade 6 Jahre alt.
Seit Dezember 2005 hat er Probleme mit der rechten Hüfte (HD), was vorher nicht abzusehen war (trotz regelmässigem Röntgen!).
Zunächst hatte ich noch die Hoffnung, daß es im Frühjar 2006 wieder besser werden würde. Gerne hätte ich dieses und das nächste Jahr noch mit ihm die A3 unsicher gemacht und versucht mal auf einem "großen" Turnier zu laufen.
Viel zu früh...geht er nunmehr nur noch als Zuschauer mit zu den Turnieren.

Ich bin aber froh, daß ich Nemo als ersten Teampartner hatte.
Er hat mir im Training mehr beigebracht als ich ihm.
Seine Sensibilität und seine Ängste haben mich vor vielen Fehlern bewahrt, die ich vielleicht mit einem wesensfesteren Hund gemacht hätte.

Er hat mich gelehrt geduldig zu sein, Rücksicht zu nehmen und vor allem Spaß an den kleinen Dingen zu haben. Für uns war der Weg schon das Ziel.
Nemo lies sich niemals zu etwas zwingen und er hat mir gezeigt, daß jegliche Ausübung von Zwang und sei es nur, daß man eine Leine benutzt, nicht zum Erfolg führt (auch wenn viele Hunde das über sich ergehen lassen und keinen Schaden daran nehmen!).

Er hat mich gelehrt, daß Hunde mitdenken können und die Dinge verstehen müssen, die wir von ihnen verlangen. Ihre Intelligenz unterschätzen wird manchmal gewaltig und wir respektieren Ihre Bedürfnisse nicht. Wenn wir jedoch wirklich ein Team mit unserem Hund sein wollen, dann müssen wir uns aber auf sie einlassen. Bedingungslos und ehrlich.

Ich habe gelernt, daß wir uns vor allem Zeit nehmen und einen Weg finden müssen mit ihnen zu kommunizieren. Nur wenn wir ihnen die Aufgaben verständlich machen können, können sie sie für uns lösen. Und nur wenn wir ihre Bedürfnisse oder Ängste verstehen, können wir Rücksicht darauf nehmen.

Die Freude über die kleinen Erfolge ist wichtig.

Ich weiß, daß Nemo's Charakter mein Training mit ihm und meinen weiteren Hunden
und auch allen anderen Hunden unumstößlich beeinflusst hat.
Die anderen können nun davon profitieren.
Und ich bin immer noch bemüht, besser zu werden und die Hunde noch besser zu verstehen.

Mit Faye und Leeroy habe ich schon viele Dinge neu dazu gelernt,
aber die Basis für meiner Ausbildung,
ohne Zwang und
mit Verständnis für den Hund,
mit dem Bemühen ihn zu verstehen und sich ihm verständlich zu machen,
und mit 100 %-iger Euphorie und Freude über die "kleinen" Erfolge,
diese Basis verdanke ich Nemo,
allein dadurch,
daß er so ist,
wie er ist.

Mein "Seelchen" eben.

Nemo & Leeroy auf der CouchUnd ich vermute, daß er Löle ein paar seiner Weisheiten ins Ohr geflüstert hat...damit der mir weiter zeigt, wo's lang geht
...im Agility.
Diese Fotos sind entstanden
auf unserem ersten Agility-Seminar
mit Jos Thines in Oberammergau (Hotel Wolf).
Nemo nimmt Anlauf zum nächsten Sprung.
Nemo nimmt Anlauf zum Sprung
Wir beide am Slalom
Anlauf zum Slalom
Nemo und ich am Slalom.
Er musste sich noch stark konzentrieren und brauchte ein paar Bögen als "Einstiegshilfe".
Nemo am Slalomeingang
Wir beide in Aktion am Slalom
Nemo im Slalom
Nachdem wir "alle" gängigen Methoden am Slalom ausprobiert bzw. "durchgemacht" hatten, hat letztendlich die gute Mischung das gewünschte Ergebnis gebracht.
Den Spaß am Slalom lernte Nemo zu Hause im Garten und schließlich wurde er sicher und schnell an diesem Gerät.
Nemo vor dem Absprung
Volle Aufmerksamkeit beim Agi
Nemo und ich beim Anlauf auf einen Sprung. Er hatte genau das richtige Tempo für mich, als Anfänger, um Agility zu lernen.
Seine volle Aufmerksamkeit galt stets mir, so lange nichts "bedrohliches"(aus Nemos Sicht) in der Nähe war.
Nemo beim Weitsprung

Ich werde niemals das Gefühl vergessen,
wie er neben mir hergeflogen ist.
Er hatte alle seine Sinne vollkommen in meinen Dienst gestellt...
...und ich bin ihm unendlich dankbar
... für die vielen schönen Momente.

Mit ihm war jeder Erfolg etwas besonderes.